Hero Default
Helmholtz Forschungsbereich: Information

Institut für Oberflächenforschung

Diezel Mg 6729

Beschichtung durch Plasmaelektrolytische Oxidation (PEO). Foto: Hereon

In dem Institut für Oberflächenforschung werden korrosionsschützende Beschichtungen entwickelt, die auch bei mechanischen Beschädigungen noch wirksam sind, sowie Beschichtungen auf Magnesium-Implantaten für den menschlichen Körper, die sich zeitlich kontrolliert auflösen sollen. Obwohl Magnesium ein „unedles“ Metall ist, sind Bauteile aus Magnesiumwerkstoffen in Luft korrosionsbeständig. Ein Korrosionsschutz ist erst erforderlich, wenn sie aggressiven Medien, z.B. salzhaltiger feuchter Atmosphäre oder Meerwasser, ausgesetzt sind. Besondere Aufmerksamkeit bedarf jedoch der Schutz von Magnesium, wenn es mit anderen, edleren Materialien in Mischverbunden (z.B. Schweißverbindungen) verwendet wird.

Zusätzlich zur Korrosion wirkende mechanische Lasten können zu plötzlichem Versagen durch Spannungs- oder Schwingungsrisskorrosion führen. Bei Magnesium ist es vor allem Wasserstoff, der bei der Korrosion entsteht und der die Ursache für solche Schadensfälle bildet, die in der Abteilung WZK untersucht werden.

Profil

Banner Korrosion

Simulierte Stromverteilung um eine durch Elektrolyt benetzte Mg-Al-Mischverbindung (Al-Niet in einem Mg-Blech). Foto: Hereon

Unter der Leitung von Prof. M. Zheludkevich untersucht die Abteilung „Korrosion und Oberflächentechnik“ (WZK) die Mechanismen der Korrosion von unterschiedlichen Leichtmetallsystemen mit Schwerpunkt auf Magnesium. Dabei trägt WZK zur Entwicklung von korrosionsbeständigeren oder kontrolliert abbaubaren Legierungen bei und erarbeitet neue Korrosionsschutzkonzepte für Bauteile aus Magnesiumlegierungen oder Hybridstrukturen. Eine gezielte Modellierung von Teilaspekten der Korrosions- und Beschichtungsprozesse unterstützt die Entwicklungsarbeiten.

Elektrochemie und Big-Data Funktionale Oberflächen Grenzflächenmodellierung Team
Legierungsentwicklung
Beschichtungstechnologie
Strukturelle Integrität