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Forschungsschwerpunkte & Projekte

Wissenschaftler kalibrieren eine FerryBox im Labor. -Bild: Christian Schmid/Hereon-

Wissenschaftler kalibrieren eine FerryBox im Labor. -Bild: Christian Schmid/Hereon-

Forschungsschwerpunkte

COSYNA und MOSES
Im Rahmen von COSYNA erfolgen die Messungen mithilfe vieler verschiedener Systeme wie Glider, Bojen, FerryBoxen, Satelliten oder Radar. -Bild: Glynn Gorick / Hereon-

Im Rahmen von COSYNA erfolgen die Messungen mithilfe vieler verschiedener Systeme wie Glider, Bojen, FerryBoxen, Satelliten oder Radar. -Bild: Glynn Gorick / Hereon-

COSYNA ermöglicht eine systematische und fortlaufende Beobachtung des Küstenmeeres in Nordsee und Arktis. Mit den gemessenen Daten werden Computermodelle, die die Abläufe im Küstenmeer nachbilden, überprüft und verbessert. Ziel sind die Beschreibung des aktuellen Umweltzustands und Kurzfrist-Vorhersagen.

Die von COSYNA zur Verfügung gestellten aufbereiteten Daten können Behörden, Wirtschaft und Öffentlichkeit nutzen, um Routineaufgaben besser zu planen. Auch können sie auf Ausnahmesituationen wie Verschmutzungen, Ölunfälle oder giftige Algenblüten passend reagieren. Ein weiterer Einsatzbereich sind längerfristige Einschätzungen und Vorhersagen.

In COSYNA werden zudem wissenschaftliche Produkte wie Strömungskarten der Nordsee entwickelt und verbessert. Außerdem werden Unterwasserknoten, FerryBoxen, Messbojen und andere wissenschaftliche Instrumente eingesetzt, weiterentwickelt und optimiert.

In Zusammenarbeit mit vielen Partnern wird in COSYNA das Wissen über Küsten - vor unserer "Haustür" wie auf der ganzen Welt - sowie ihre regionalen Besonderheiten erweitert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von COSYNA.

MOSES_Titelbild

-Bild: MOSES Website-

Die Helmholtz-Gemeinschaft richtet ein flexibles und mobiles Messsystem zur Erdbeobachtung ein. Neun Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft bauen von 2017 bis 2021 gemeinsam ein Messsystem zur Erdbeobachtung auf: MOSES – Modular Observation Solutions for Earth Systems. Mit einem Investitionsvolumen von knapp 28 Millionen Euro wird diese Forschungsinfrastruktur die Grundlage für die Erforschung kurzfristiger dynamischer Ereignisse, etwa Hitzewellen oder Starkregen und deren Zusammenhang mit der langfristigen Entwicklung von Erd- und Umweltsystemen legen. Koordiniert wird MOSES am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig.

MOSES umfasst vier sogenannte Wirkungsketten: Hitzewellen, Hydrologische Extremereignisse, Ozeanwirbel und das Tauen von Permafrost. Fragestellungen sind hier: Welche Auswirkungen haben Hitzewellen auf den Wasserhaushalt, die Vegetation und die Luftqualität? Wie verändern Überflutungen terrestrische Ökosysteme und Küstengebiete? Wie beeinflussen Ozeanwirbel den Energietransport und die Nahrungsketten der Meere? Wie sehr steigen die Treibhausgase der Atmosphäre an, wenn in der Arktis die Permafrostböden auftauen?

Das Institut für Küstenforschung ist Koordinator der Ozeanwirbel-Wirkungskette und arbeitet zudem bei den Hydrologischen Extremen an zentraler Stelle mit.

MOSES

Globale Küste
Kohlenstoffkreislauf
Messinstrumente und Modellierung
Outreach und Datenportale


Projekte

Logo JERICO-S3

JERICO-S3 wird eine hochmoderne, maßgeschneiderte und visionäre Beobachtungs-Forschungsinfrastruktur, Fachwissen und hochwertige Daten über die europäischen Küsten- und Schelfmeere bereitstellen.
Forschung von Weltrang, hochwirksame Innovationen und ein Schaufenster europäischer Exzellenz werden so weltweit sichtbarer.
Das Projekt wird den derzeitigen Wert und die Relevanz der JERICO-RI durch die Umsetzung der im Rahmen des JERICO-NEXT-Projekts ausgearbeiteten Wissenschafts- und Innovationsstrategie erheblich steigern.
Die Abteilung Globale Küste leitet das Workpackage 2.



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JERICO-S3
und
JERICO-RI

Um besser auf die Bedürfnisse der Wissenschaftsgemeinde und der Gesellschaft einzugehen, wird das EU-finanzierte Projekt JERICO-DS einen Entwurf einer fortgeschrittenen, maßgeschneiderten und nachhaltigen europäischen Forschungsinfrastruktur vorstellen, die Fachwissen und qualitativ hochwertige Daten über europäische Küsten- und Schelfmeere bereitstellt sowie Forschung und Innovation auf Spitzenniveau anregen soll.
JERICO-DS wird das Gesamtbild der JERICO Forschungsinfrastruktur konzipieren, das sowohl Hardware- als auch Softwarekomponenten umfasst und Spitzentechnologien von der Sensorebene bis hin zur Verteilung von Informationen und Diensten an die Nutzer einschließt und somit zum Smart Ocean beiträgt. JERICO-DS wird auf dem Willen und der Beteiligung der Nationen aufbauen, um die JERICO RI mitzugestalten, von der wissenschaftlichen und technischen Konzeption bis hin zum Geschäftsplan und der Verwaltungsstrategie, und so das zukünftige Engagement während des ESFRI-Prozesses unterstützen.

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Europäische Kommission - Cordis

CoastPredict Schriftzug-Logo

CoastPredict trägt zur Erreichung des Ziels der UN-Ozeandekade "Ein vorhergesagter Ozean" bei, indem es unser Verständnis der Prozesse in den Küstengebieten mit Hilfe eines multidisziplinären und integrierten Ansatzes verbessert und sich auf die vielen gemeinsamen weltweiten Merkmale des Küstenozeans konzentriert, die wir für ein wissensbasiertes und nachhaltiges Management verstehen müssen. Die größte wissenschaftliche Herausforderung besteht darin, das Verständnis der Rolle des Küstenozeans bei der globalen Ozeandynamik zu verbessern, von kurzzeitigen Ereignissen bis hin zum Klima.

Es werden Beobachtungssysteme und numerische Modelle entwickelt, um einen grundlegenden Wandel bei der Vorhersage des Küstenozeans auf globaler Ebene voranzutreiben, indem verschiedene wissenschaftliche, technologische und sozioökonomische Gemeinschaften zusammengebracht werden, um das System auf globaler Ebene mitzugestalten.

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Webseite CoastPredict

Die Abteilung Globale Küste arbeitet zudem in den Projekten MOSES und Digital Earth.